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Vorankündigung Sommerkonzert 2019
Stimmenmeer ll
31.8.2019
19.30 Stans
Nach dem gelungenen Neujahrskonzert 2019 haben die Proben für das Sommerkonzert bereits begonnen.
Unter dem Titel "Stimmenmeer ll" führt der OVN am 31. August um 19.30 Uhr in der Pfarrkirche Stans das zweite Konzert unter dem Titel Stimmenmeer auf.
Es werden Werke von verschieden Generationen aufgeführt (1480-1670)
Voraussichtlich Werke von:
Adrian Willaert
Cypriano de Rore
Andrea Gabrieli
Giovanni Croce
Giovanni Gabrieli
Hans Leon Hasseler
Heinrich Schütz
Orazio Benevoli

Konzertdauer ca. eine Stunde
Zuletzt Editiert Bernadette, 03.02.2019
Wechsel des Präsidiums im OVN
Neu hat der OVN eine Präsidentin und eine Vizepräsidentin
Nach sieben erfolgreichen Jahren als Präsidentin des OVN hat Verni Berchtold-Leuthold das Präsidium an Bernadette Odermatt-Achermann abgegeben. Unterstützt wird die Präsidentin neu von einer Vizepräsidentin. Pia Odermatt hat sich für dieses Amt zur Verfügung gestellt. Das Duo hat sich einiges für ihr ihr erstes Vereinsjahr vorgenommen und ist motiviert mit dem Verein zwei neue Konzerte zu organisieren.
Den beiden neuen Präsidentinnen wird an der GV viel Glück gewünscht.
Zuletzt Editiert Bernadette, 03.02.2019
Musik, Prinzessin und Mistkäfer

STANS Der Orchesterverein entführte an seinem Neujahrskonzert in die
Welt der Musikmärchen. Geboten wurde ein hinreissendes Programm für
Erwachsene und Kinder.
Auffallend viele Kindergesichter sah man im Publikum am Konzert des
Orchestervereins, der sich am Samstag und Sonntag im Kollegisaal Stans
von seiner besten Seite zeigte. Allein schon die Titel «Die Prinzessin
auf der Erbse» und «Der Mistkäfer» – zwei Klassiker des dänischen
Schriftstellers Hans Christian Andersen, versprachen eine Märchenstunde,
die auch Erwachsene begeisterte. Musikmärchen gelten zwar nicht als
eigene Musikgattung, sondern sind Vertonungen von Volks- und
Kunstmärchen.

Wie dies der Orchesterverein Nidwalden umgesetzt hat, war von höchster
Qualität und Musikalität. Die 50 Musiker (39 Streicher, 7 Bläser, 2
Schlagwerker, Klavier) begeisterten zum einen als Kollektiv mit einem
ausgewogenen und homogenen Klangkörper, zum andern durch brillante
Einzelleistungen und faszinierende Transparenz. Insbesondere die Bläser,
welche in Musikmärchen oft eine zentrale Rolle einnehmen und
verschiedene Figuren und Tiere verkörpern, gefielen durch brillante Soli
und emotionale Einlagen. So etwa der junge Fagottist Silvan Scheuber,
der dem Mistkäfer die perfekte Charakteristik gab – vom griesgrämigen
Brummeln bis zum schwerfälligen Flug des Krabbeltiers. Ebenso entzückend
und von professionellem Zuschnitt erwiesen sich die Solisten Roland
Bucher (Klarinette), Joseph Bachmann (Cornet) und Verena Kesseli sowie
die weiteren Bläser Dzmitry Parechyn (Oboe), Sandra Witschi (Horn) und
Melanie Zumbühl (Flöte). Überzeugend und märchenhaft gerieten auch die
Klavierklänge von Annina Röllin. Für einmal war das Klavier nicht bloss
«Füllinstrument im grossen Orchester», sondern spielte eine
eigenständige bezaubernde Rolle, bei der jeder Anschlag zum Hörerlebnis
wurde.

Märchenhafte Musik kam beim Publikum an

Dirigent Tobias von Arb ist es gelungen, seine Musiker zu
Höchstleistungen zu führen. Die Programmwahl mit zwei Musikmärchen ist
mutig, beweist aber, dass er es versteht, seine Leute zu fordern, ohne
sie zu überfordern. Das Resultat waren packende Darbietungen von
märchenhafter Musik – im wortwörtlichen Sinne. Das Publikum zeigte sich
von dieser Leistung begeistert und spendete reichen Beifall. Das
Orchester wurde dem Erfolgskomponisten Andreas N. Tarkmann (62) in allen
Teilen gerecht. So hatten die schwungvollen Teile, etwa der
kraftvoll-dynamische Marsch der Ameisen, der herrliche Hochzeitswalzer
oder die ballettähnlichen Einlagen der verschiedenen Tiere und
Märchenfiguren Ohrwurm-Qualitäten – und zwar im positiven Sinne.

Die «Märchentante» überzeugte

Eine zentrale Rolle nebst dem Orchester und den Solisten spielte die
Erzählerin Tanja Murer, die von der «Märlii-Biini» bekannt ist.
Theatralisch und in waschechtem Stanser Dialekt erzählte sie die
Geschichte von der Prinzessin auf der Erbse, vom ratlosen Prinzen und
vom stolzen Mistkäfer, der am Schluss ehrenvoll zum «Kaiserlichen
Hofmistkäfer» ausgezeichnet wurde. Dies und noch viel mehr setzte Tanja
Murer rhetorisch gekonnt um und sparte nicht mit fesselnder Mimik und
Gestik einer «Märchentante».

Dass die Lautsprecheranlage zumindest im ersten Teil nicht optimal
eingestellt war, tat der Wirkung nur wenig Abbruch. Umso mehr kam dafür
die packende Musik zum Ausdruck. Aus den Erzählungen von Tanja Murer
ging am Schluss gar eine tiefere Erkenntnis hervor – dass nämlich die
Welt doch nicht so übel ist, man muss sie nur richtig zu nehmen wissen.


Kurt Liembd

redaktion@nidwaldnerzeitung.ch
Zuletzt Editiert Bernadette, 03.02.2019
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